Kampfrichterausbildung im Sportjahr 2014 (Vorabinformation- es gilt die Ausschreibung nach Veröffentlichung)

Kampfrichter-Aus- und Fortbildungslehrgänge finden grundsätzlich als Wochenendlehrgänge statt. Ausbildungslehrgänge laufen jeweils von Freitag bis Sonntag, Weiterbildungen für Kampfrichter mit gültigen nationalen Lizenzen von Samstag bis Sonntag.

Voraussetzungen zur Teilnahme an einem Ausbildungslehrgang sind:

  • Mitgliedschaft in einem dem DSB angeschlossenen Verein
  • Schießsportleiterausbildung

Die Meldungen zur Teilnahme hat über das Meldeformular des SSB (Anmeldung zu einer Ausbildungs- oder Fortbildungsveranstaltung des SSB) unter „download“ auf der Homepage des Sächsischen Schützenbundes zu erfolgen.

Termine für 2014
Grundausbildung:07.-09.02.2014 in Plauen
Fortbildung:08.-09.02.2014 in PlauenMeldeschluss 13.01.2014
Grundausbildung:07.-09.11.2014 in Leipzig
Fortbildung:08.-09.11.2014 in LeipzigMeldeschluss: 15.09.2014

 

Die Kampfrichter sind für die Einhaltung der Verlängerungsfristen ihrer Lizenzen selbst verantwortlich.

Informationen über Durchführung, Randbedingungen und Kosten finden Sie auf den Ausbildungsseiten des Informationsheftes des  Sächsischen Schützenbundes e. V.

Kampfrichter-Aus- und Weiterbildung 1.-3.11.2013

Kampfrichterausbildung in der Geschäftsstelle des Sächsischen Schützenbundes

Alle Jahre wieder zur gleichen Zeit werden die Räume des Sächsischen Schützenbundes zur Ausbildungsstätte für die Kampfrichter des Landesverbandes, deren Lizenz nach 4 Jahren ihre Gültigkeit zu verlieren droht. In diesem Jahr aber mit besonderer Brisanz. Das neue Jahr bringt allen Sportschützen ein neues Regelwerk mit Veränderungen, die von Veränderungen in den Disziplinenbezeichnungen bis hin zu Vorbereitungs- und Schießzeitenanpassungen gehen. Nichts mehr für Kampfrichter mit alten Sportordnungen und überholtem Wissen. So nimmt es nicht wunder, dass der Andrang in diesem Jahr besonders hoch war und selbst Bewerber abgewiesen werden mussten.

 

Angeboten wurden Weiterbildungen für Gewehr, Pistole und Vorderlader, offensichtlich auch interessant für Kampfrichter des Brandenburgischen, Berliner und Thüringer Schützenbundes.

Der Freitag stand ganz im Zeichen der Neuausbildung, die vornehmlich durch den Landessportleiter Hans-Peter Wulf und den Kampfrichterreferenten Bernhard Hüber bestritten wurden. In gewohnt lockerer Atmosphäre ging es im Schweinsgalopp durch die betreffenden Passagen der Sportordnung bis hin zur Auswertung von Wettkampfscheiben. Hier konnten sich die Auszubildenden einmal an Scheiben mit Doppelschüssen, überzähligen Schüssen und Grenzfällen die Zähne ausbeißen und ihre kampfrichterlichen Fähigkeiten mit Schusslochprüfer und Doppelschussspindel unter Beweis stellen. Nicht ganz einfach, für den Beobachter aber ungemein unterhaltsam.

Für den zweiten Tag, gemeinsam für Neue und Altgediente, hatten sich Uli Pohl und Joachim Seibold (Fa. Meyton) in bewährter Manier zu Ausführungen über elektronische Targets, deren Beschaffung, Installation und Betrieb bei uns eingefunden. Die Kampfrichter hatten die Möglichkeit, die Handhabung der Elektronik zu hinterfragen und Erfahrungen zu sammeln.

Für viele, die bereits Erfahrungen in diesem Metier sammeln konnten, interessant und eine Gelegenheit, Kenntnisse zu vertiefen, für andere, die noch in Jahren mit Zuganlagen arbeiten werden, eher außerirdisch. Trotzdem, ein herzliches Dankeschön an Meyton für dieses uneigennützige Engagement.

 

Im Weiteren trennten sich die Geister in Arbeitsgruppen Gewehr, geleitet durch Thomas Schlicht, Pistole (Wulf/Hüber) und Vorderlader unter Federführung von Joachim Schlicht, um disziplinspezifische Bestimmungen der neuen Sportordnung zu erarbeiten. Selbstverständlich stand auch hier der kollegiale Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Sicher wird dieser fachliche Disput auch am Abend noch in kleineren Gruppen fortgesetzt worden sein.

Am nächsten Morgen sorgte der Herrscher der Liga, Hans-Jürgen (alias Hansi) Penquitt, wie immer für aufgewachte Gesichter. Mit nicht immer bierernster Miene sorgte er für Stimmung im Ligabereich.

Wer das Zusammenstellen der Mannschaften, den Zeitablauf eines Ligawettkampfes und die Struktur der Ligen im Deutschen Schützenbund auf den Ebenen von Landes- bis Bundesliga noch nicht kannte, hatte hier die  Gelegenheit, aus berufenem Munde alles Wissenswerte zu erfahren.

Den weiteren Ablauf des sonntäglichen Morgens gestaltete der Landessportleiter Hans-Peter Wulf mit Informationen über die Struktur und personelle Besetzung des Leitungsgremiums des Deutschen Schützenbundes.

Als Mitglied der Technischen Kommission des DSB berichtete er über Erarbeitung und Neuerungen der Sportordnung 2014 des DSB. Hans-Peter konnte an dieser Stelle über Auslegung, Präzisierung und Korrektur der Sportordnung Auskunft geben. Gerade zu diesen Punkten kam das Auditorium so recht in Schwung und diskutierte lebhaft. Spätestens jetzt wurde dem Letzen klar, dass es eine Neue Sportordnung ist, die in ihrer neuen Fassung eine Herausforderung darstellt, einerseits Probleme löst und andererseits neue aufwirft. Sicher berechtigt wurde hier die Frage laut, warum nicht vor der Veröffentlichung die Korrekturen eingearbeitet wurden, die uns heute als Kampfrichter und Sportler das Leben schwer machen.

Zum Abschluss des Lehrganges  Bernies gebündelte Grausamkeiten, ein Fragenkatalog mit über 50 Fragen, die zwar meistens „aus dem Bauch“ zu beantworten waren, aber mit den Regelnummern der Neuen Sportordnung zu belegen waren. Hier ging aber die Detailarbeit los, und mache fragten sich, warum sie nicht als Kampfrichter selbst eine Sportordnung besitzen oder über ihren Verein zur Verfügung hatten.

Letztendlich wurden aber alle Anwesenden von den Strapazen erlöst, sicher auch in dem Wissen, dass sich die neuen Regelungen nicht an einem einzigen Wochenende erschließen lassen und in der Praxis überprüft werden müssen.

Dr. Bernhard Hüber

Joachim Seibold (Fa. Meyton)
Klausur zum Abschluss des Lehrgangs
Hans- Jürgen Penquitt, Landesligaleiter des SSB
Nur gut, dass erfahrene IT-Gurus wie Uwe Roßberg...
... und Michael Kissing mit an Bord waren, die unterstützend den Hilfebedürftigen mit Rat und Tat zur Seite stehen konnten.
Der SSB hatte einen ausgewählten Kreis von Kampfrichtern, die auf Bezirks- und Kreismeisterschaftsebene tätig sind, in die Geschäftsstelle des Landesverbandes eingeladen.

DAVID21-Lehrgang im Dezember 2013 absolviert

David – war das nicht der kleine tapfere Recke, der in geschichtlicher Zeit mit der Steinschleuder Goliath, den Riesen…?

Wenn wir heute über David reden, können es nur Nachfahren des kleinen David sein, und sie nennen sich heute David 21 oder besser noch David 21+. Sie sind auch bei weitem nicht mehr so martialisch, sondern helfen der Gilde der Aufseher über das Steinschleudern (alias Kampfrichtern beim Sportschießen) bei der Bewertung der sportlichen Leistungen ihrer Schutzbefohlenen.

Genauer betrachtet erweist sich David 21+ als eine rechnergestützte Plattform, die das Anlegen, Verwalten und Auswerten von Wettkämpfen möglich macht. Einmal angelegt und mit allen notwendigen Informationen in die Spur gebracht, ist es in der Lage, die Anmeldeformalitäten für einen Wettkampf zu erledigen, Einzelschützen und Mannschaften zu erfassen, die Schützen in Durchgängen auf Stände zu platzieren, Ergebnisse zu erfassen und letztendlich eine Highscore-Liste für Einzelschützen und Mannschaften auszugeben.

Man kann sich vorstellen, dass dieses Programmpaket aus Nullen und Einsen diese Arbeit nicht ohne erfahrenen kampfrichterlichen Beistand erledigen kann, andererseits aber die potentiellen Herrscher über diese Software mit den Spielregeln. Optionen und Tücken des Programmes vertraut gemacht werden müssen.

Zu eben diesem Zwecke hatte der Sächsische Schützenbund unter der Fuchtel des Kampfrichterreferenten im Dezember 2013 einen ausgewählten Kreis von Kampfrichtern, die auf Bezirks- und Kreismeisterschaftsebene tätig sind, in die Geschäftsstelle des Landesverbandes eingeladen. Zwei Tage lang versuchten die Kursteilnehmer Wissen in ihre Köpfe zu stopfen, teilweise noch nicht wissend, wo sich das gerade Gehörte einordnen und schließlich sinnvoll zu einem Ganzen verschmelzen ließ. Letztendlich ergab aber die Zusammenschau des Gehörten, dass David21+ zwar ein mächtig gewaltiges (©Egon Olsen) Paket ist, aber alle Möglichkeiten zur Anlage und Verwaltung von DSB-Wettkämpfen von Vereins- bis Landesmeisterschaften bietet, aber auch für Pokal- und Sonderwettkämpfe genutzt werden kann.

Aus der Sicht des Referenten ergab sich die Schwierigkeit, dass fast jeder der Kursteilnehmer mit anderer Hardware und unterschiedlichem Betriebssystemen angereist war und die Kenntnisse im Umgang mit der Administration des eigenen PCs sehr unterschiedlich waren. So konnte es schon passieren, dass z.B. die Schutzmechanismen von Windows7 und Windows8 die Installation von Ordnern nicht zuließen, Ordner und Dateien heimtückisch versteckte und die Installation von Softwareteilen blockierte. Nur gut, dass erfahrene IT-Gurus wie Micha und Uwe mit an Bord waren, die unterstützend den Hilfebedürftigen mit Rat und Tat zur Seite stehen konnten.

Von den Teilnehmern war ein hohes Maß an Konzentration abgefordert, daran erkennbar, dass mit fortschreitender Zeit immer häufiger die selbst gestellte Frage laut wurde „wo habe ich denn den Wettkampforder xyz angelegt“, welche „Exportdatei“ muss ich denn nun aufmachen und „wo zum Kuckuck muss ich denn nun die Wettkampfdatei hin schieben“.

Der Referent ist sich bewusst, dass auch dieser zweite Kurs zur  Verbreitung des Wettkampfprogrammes „David21+“ nur eine Anregung sein kann. Letztendlich obliegt es jedem Kursteilnehmer, das Gehörte in seinem Wirkungsbereich zu einem sinnvollen Einsatz zu bringen. Am oberen Ende der Meldeschiene wartet die Meldung der Ergebnisse zur DM, und das zwingend im Format David21+. Für den Veranstalter der darunter liegenden Meisterschaften wird es einfacher, Meldungen auch in dieser Struktur zu bekommen, es erübrigt das mühsame und fehleranfällige Eintippen der Starter z.B. in eine EXCEL-Tabelle (und erzieht die untergeordnete Ebene zu einer umsichtigen Arbeit mit Startrechten für bestimmte Vereine und Disziplinen).

Für die Kursteilnehmer bedeutet das nun, die mitgegebene Software in kühnen eigenen Experimenten auszutesten und schließlich zum Wohl der Sportschützen im kommenden Sportjahr 2014 einzusetzen.

Das wünscht sich der Kampfrichterreferent!

Dr. Bernhard Hüber