Informationen für Kampfrichter im Sächsischen Schützenbund (Meldungen, Berichte, vorausgegangene Informationen)

Schießsportleiter Kurs am 27./28.8.2016 in Freital erfolgreich abgeschlossen

Rolf Heymann bei Erläuterungen an der Sportpistole
Gruppenbild der Lehrgangsteilnehmer mit Lehrteam

Gemeinsam mit dem Sächsischen Schützenbund (SSB) wurden bei der „Schützengilde Freital Sachsen 90 e.V.“ im August 40 Schießsportleiter ausgebildet. Damit setzt Sachsens mitgliederstärkster Sportschützenverein gerade kurz nach den Erfolgen bei den Olympischen Spielen ein Zeichen nicht nur an andere im Deutschen Schützenbund (DSB) organisierte Vereine im Freistaat Sachsen. Vor allem erlebt das sportliche Ehrenamt in der Region Dresden damit noch mehr personelle Rückendeckung für zukünftige Vereinsmeisterschaften oder Wettkämpfe im Sportschützenkreis und auf bei Meisterschaften auf Landesebene. Die neuen Sportleiter unterstützen ihre schon aktiven Vereinskollegen vor allem bei Aufsichten an den Ständen und Bahnen, sowohl beim wöchentlichen Training von jungen und neuen Vereinsmitgliedern als auch bei Wettkämpfen. Sie sorgen für Sicherheit und Regeleinhaltung. Auch als Ersthelfer bei Notfällen kommen sie zum Einsatz, denn jeder Schießsportleiter muss einen eintägigen und knapp 50 Euro teuren Ersthelferkurs vor dem eigentlichen Lehrgang besucht haben. Um den Kurs durchführen zu können, kamen extra aus der Region Leipzig der beim SSB zuständige Referent Kampfrichter Dr. Bernhard Hüber und Kreissportleiter Rolf Heymann als fach- und sachkundige Dozenten. Die Ausbildung zum Schießsportleiter ist Voraussetzung und gleichzeitig Bestandteil, mit ihren Inhalten und ihrem Umfang (30 LE), für die Qualifikation „Trainer C Basis Breitensport“ (120 LE) sowie für eine Ausbildung als Kampfrichter im DSB/SSB.

Gerade der junge Altersdurchschnitt der Lehrgangsteilnehmer macht mich zuversichtlich und auch stolz, nach den olympischen  Gold- und Silbermedaillen von Rio de Janeiro unseren Sport mit neuer Lebenskraft zu erfüllen und für unseren Vereinsnachwuchs interessant zu machen“, sagt der Erste Schützenmeister der Gilde, Siegfried Edelmann. „Besonderen Dank möchte ich unserem Lehrwart sagen, denn ohne seine Organisation wäre der Wochenendkurs nicht zustande gekommen.“ Der für Ausbildung und Training im Verein verantwortliche Mario Pöntör hat schon weitere Ziele: „Unsere neuen Schießsportleiter sind auf dem besten Weg, den Verein nach einer weiteren Qualifizierung  als Trainer C oder Kampfrichter zu unterstützen. Einige unserer Jungsportleiter werde ich auf die Jugend-Basis-Lizenz ansprechen.“ Die Schützengilde aus Freital dankt in diesem Zusammenhang den ehrenamtlichen Funktionären im Sächsischen Schützenbund (SSB) für ihre fachliche und personelle Unterstützung. Auch in und für die Zukunft wird aus Freital über die Grenzen von Dresden hinweg ein sportliches Zeichen an die sächsischen aktiven DSB-Sportschützen gesendet, sich für ihren Sport zu engagieren. Strukturell gliedert sich der SSB in 13 Sportschützenkreise in den verschiedenen Regionen unseres Landes. Am 18.04.1990 in Leipzig gegründet, umfasst der SSB derzeit mehr als 15.500 Mitglieder in 363 Mitgliedsvereinigungen (Quelle: SSB, Stand Juli 2016).

Das Schützenwesen gehört seit 2015 zum Weltkulturerbe der Unesco. Allein im Deutschen Schützenbund (DSB) sind im ganzen Bundesgebiet gut 1,35 Mio. Sportschützen Mitglied. Darüber hinaus gibt es Tausende weiterer Sportler in anderen Verbänden.

Der nächste sportliche Höhepunkt in Freital wird der Kreiseröffnungswettkampf des SSK5 am 17. September sein. Aktuell trainieren bei der Schützengilde Freital Sachsen 90 e.V. knapp 500 Mitglieder aller Altersklassen, vom Jugendlichen bis zum Senior.

(Text+Fotos: Marco Klinger, www.schuetzengilde-freital.de)

Kampfrichterausbildung im Sportjahr 2014 (Vorabinformation- es gilt die Ausschreibung nach Veröffentlichung)

Kampfrichter-Aus- und Fortbildungslehrgänge finden grundsätzlich als Wochenendlehrgänge statt. Ausbildungslehrgänge laufen jeweils von Freitag bis Sonntag, Weiterbildungen für Kampfrichter mit gültigen nationalen Lizenzen von Samstag bis Sonntag.

Voraussetzungen zur Teilnahme an einem Ausbildungslehrgang sind:

  • Mitgliedschaft in einem dem DSB angeschlossenen Verein
  • Schießsportleiterausbildung

Die Meldungen zur Teilnahme hat über das Meldeformular des SSB (Anmeldung zu einer Ausbildungs- oder Fortbildungsveranstaltung des SSB) unter „download“ auf der Homepage des Sächsischen Schützenbundes zu erfolgen.

Termine für 2014
Grundausbildung:07.-09.02.2014 in Plauen
Fortbildung:08.-09.02.2014 in PlauenMeldeschluss 13.01.2014
Grundausbildung:07.-09.11.2014 in Leipzig
Fortbildung:08.-09.11.2014 in LeipzigMeldeschluss: 15.09.2014

 

Die Kampfrichter sind für die Einhaltung der Verlängerungsfristen ihrer Lizenzen selbst verantwortlich.

Informationen über Durchführung, Randbedingungen und Kosten finden Sie auf den Ausbildungsseiten des Informationsheftes des  Sächsischen Schützenbundes e. V.

Kampfrichter-Aus- und Weiterbildung 1.-3.11.2013

Kampfrichterausbildung in der Geschäftsstelle des Sächsischen Schützenbundes

Alle Jahre wieder zur gleichen Zeit werden die Räume des Sächsischen Schützenbundes zur Ausbildungsstätte für die Kampfrichter des Landesverbandes, deren Lizenz nach 4 Jahren ihre Gültigkeit zu verlieren droht. In diesem Jahr aber mit besonderer Brisanz. Das neue Jahr bringt allen Sportschützen ein neues Regelwerk mit Veränderungen, die von Veränderungen in den Disziplinenbezeichnungen bis hin zu Vorbereitungs- und Schießzeitenanpassungen gehen. Nichts mehr für Kampfrichter mit alten Sportordnungen und überholtem Wissen. So nimmt es nicht wunder, dass der Andrang in diesem Jahr besonders hoch war und selbst Bewerber abgewiesen werden mussten.

 

Angeboten wurden Weiterbildungen für Gewehr, Pistole und Vorderlader, offensichtlich auch interessant für Kampfrichter des Brandenburgischen, Berliner und Thüringer Schützenbundes.

Der Freitag stand ganz im Zeichen der Neuausbildung, die vornehmlich durch den Landessportleiter Hans-Peter Wulf und den Kampfrichterreferenten Bernhard Hüber bestritten wurden. In gewohnt lockerer Atmosphäre ging es im Schweinsgalopp durch die betreffenden Passagen der Sportordnung bis hin zur Auswertung von Wettkampfscheiben. Hier konnten sich die Auszubildenden einmal an Scheiben mit Doppelschüssen, überzähligen Schüssen und Grenzfällen die Zähne ausbeißen und ihre kampfrichterlichen Fähigkeiten mit Schusslochprüfer und Doppelschussspindel unter Beweis stellen. Nicht ganz einfach, für den Beobachter aber ungemein unterhaltsam.

Für den zweiten Tag, gemeinsam für Neue und Altgediente, hatten sich Uli Pohl und Joachim Seibold (Fa. Meyton) in bewährter Manier zu Ausführungen über elektronische Targets, deren Beschaffung, Installation und Betrieb bei uns eingefunden. Die Kampfrichter hatten die Möglichkeit, die Handhabung der Elektronik zu hinterfragen und Erfahrungen zu sammeln.

Für viele, die bereits Erfahrungen in diesem Metier sammeln konnten, interessant und eine Gelegenheit, Kenntnisse zu vertiefen, für andere, die noch in Jahren mit Zuganlagen arbeiten werden, eher außerirdisch. Trotzdem, ein herzliches Dankeschön an Meyton für dieses uneigennützige Engagement.

 

Im Weiteren trennten sich die Geister in Arbeitsgruppen Gewehr, geleitet durch Thomas Schlicht, Pistole (Wulf/Hüber) und Vorderlader unter Federführung von Joachim Schlicht, um disziplinspezifische Bestimmungen der neuen Sportordnung zu erarbeiten. Selbstverständlich stand auch hier der kollegiale Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Sicher wird dieser fachliche Disput auch am Abend noch in kleineren Gruppen fortgesetzt worden sein.

Am nächsten Morgen sorgte der Herrscher der Liga, Hans-Jürgen (alias Hansi) Penquitt, wie immer für aufgewachte Gesichter. Mit nicht immer bierernster Miene sorgte er für Stimmung im Ligabereich.

Wer das Zusammenstellen der Mannschaften, den Zeitablauf eines Ligawettkampfes und die Struktur der Ligen im Deutschen Schützenbund auf den Ebenen von Landes- bis Bundesliga noch nicht kannte, hatte hier die  Gelegenheit, aus berufenem Munde alles Wissenswerte zu erfahren.

Den weiteren Ablauf des sonntäglichen Morgens gestaltete der Landessportleiter Hans-Peter Wulf mit Informationen über die Struktur und personelle Besetzung des Leitungsgremiums des Deutschen Schützenbundes.

Als Mitglied der Technischen Kommission des DSB berichtete er über Erarbeitung und Neuerungen der Sportordnung 2014 des DSB. Hans-Peter konnte an dieser Stelle über Auslegung, Präzisierung und Korrektur der Sportordnung Auskunft geben. Gerade zu diesen Punkten kam das Auditorium so recht in Schwung und diskutierte lebhaft. Spätestens jetzt wurde dem Letzen klar, dass es eine Neue Sportordnung ist, die in ihrer neuen Fassung eine Herausforderung darstellt, einerseits Probleme löst und andererseits neue aufwirft. Sicher berechtigt wurde hier die Frage laut, warum nicht vor der Veröffentlichung die Korrekturen eingearbeitet wurden, die uns heute als Kampfrichter und Sportler das Leben schwer machen.

Zum Abschluss des Lehrganges  Bernies gebündelte Grausamkeiten, ein Fragenkatalog mit über 50 Fragen, die zwar meistens „aus dem Bauch“ zu beantworten waren, aber mit den Regelnummern der Neuen Sportordnung zu belegen waren. Hier ging aber die Detailarbeit los, und mache fragten sich, warum sie nicht als Kampfrichter selbst eine Sportordnung besitzen oder über ihren Verein zur Verfügung hatten.

Letztendlich wurden aber alle Anwesenden von den Strapazen erlöst, sicher auch in dem Wissen, dass sich die neuen Regelungen nicht an einem einzigen Wochenende erschließen lassen und in der Praxis überprüft werden müssen.

Dr. Bernhard Hüber

Nur gut, dass erfahrene IT-Gurus wie Uwe Roßberg...
... und Michael Kissing mit an Bord waren, die unterstützend den Hilfebedürftigen mit Rat und Tat zur Seite stehen konnten.
Der SSB hatte einen ausgewählten Kreis von Kampfrichtern, die auf Bezirks- und Kreismeisterschaftsebene tätig sind, in die Geschäftsstelle des Landesverbandes eingeladen.

DAVID21-Lehrgang im Dezember 2013 absolviert

David – war das nicht der kleine tapfere Recke, der in geschichtlicher Zeit mit der Steinschleuder Goliath, den Riesen…?

Wenn wir heute über David reden, können es nur Nachfahren des kleinen David sein, und sie nennen sich heute David 21 oder besser noch David 21+. Sie sind auch bei weitem nicht mehr so martialisch, sondern helfen der Gilde der Aufseher über das Steinschleudern (alias Kampfrichtern beim Sportschießen) bei der Bewertung der sportlichen Leistungen ihrer Schutzbefohlenen.

Genauer betrachtet erweist sich David 21+ als eine rechnergestützte Plattform, die das Anlegen, Verwalten und Auswerten von Wettkämpfen möglich macht. Einmal angelegt und mit allen notwendigen Informationen in die Spur gebracht, ist es in der Lage, die Anmeldeformalitäten für einen Wettkampf zu erledigen, Einzelschützen und Mannschaften zu erfassen, die Schützen in Durchgängen auf Stände zu platzieren, Ergebnisse zu erfassen und letztendlich eine Highscore-Liste für Einzelschützen und Mannschaften auszugeben.

Man kann sich vorstellen, dass dieses Programmpaket aus Nullen und Einsen diese Arbeit nicht ohne erfahrenen kampfrichterlichen Beistand erledigen kann, andererseits aber die potentiellen Herrscher über diese Software mit den Spielregeln. Optionen und Tücken des Programmes vertraut gemacht werden müssen.

Zu eben diesem Zwecke hatte der Sächsische Schützenbund unter der Fuchtel des Kampfrichterreferenten im Dezember 2013 einen ausgewählten Kreis von Kampfrichtern, die auf Bezirks- und Kreismeisterschaftsebene tätig sind, in die Geschäftsstelle des Landesverbandes eingeladen. Zwei Tage lang versuchten die Kursteilnehmer Wissen in ihre Köpfe zu stopfen, teilweise noch nicht wissend, wo sich das gerade Gehörte einordnen und schließlich sinnvoll zu einem Ganzen verschmelzen ließ. Letztendlich ergab aber die Zusammenschau des Gehörten, dass David21+ zwar ein mächtig gewaltiges (©Egon Olsen) Paket ist, aber alle Möglichkeiten zur Anlage und Verwaltung von DSB-Wettkämpfen von Vereins- bis Landesmeisterschaften bietet, aber auch für Pokal- und Sonderwettkämpfe genutzt werden kann.

Aus der Sicht des Referenten ergab sich die Schwierigkeit, dass fast jeder der Kursteilnehmer mit anderer Hardware und unterschiedlichem Betriebssystemen angereist war und die Kenntnisse im Umgang mit der Administration des eigenen PCs sehr unterschiedlich waren. So konnte es schon passieren, dass z.B. die Schutzmechanismen von Windows7 und Windows8 die Installation von Ordnern nicht zuließen, Ordner und Dateien heimtückisch versteckte und die Installation von Softwareteilen blockierte. Nur gut, dass erfahrene IT-Gurus wie Micha und Uwe mit an Bord waren, die unterstützend den Hilfebedürftigen mit Rat und Tat zur Seite stehen konnten.

Von den Teilnehmern war ein hohes Maß an Konzentration abgefordert, daran erkennbar, dass mit fortschreitender Zeit immer häufiger die selbst gestellte Frage laut wurde „wo habe ich denn den Wettkampforder xyz angelegt“, welche „Exportdatei“ muss ich denn nun aufmachen und „wo zum Kuckuck muss ich denn nun die Wettkampfdatei hin schieben“.

Der Referent ist sich bewusst, dass auch dieser zweite Kurs zur  Verbreitung des Wettkampfprogrammes „David21+“ nur eine Anregung sein kann. Letztendlich obliegt es jedem Kursteilnehmer, das Gehörte in seinem Wirkungsbereich zu einem sinnvollen Einsatz zu bringen. Am oberen Ende der Meldeschiene wartet die Meldung der Ergebnisse zur DM, und das zwingend im Format David21+. Für den Veranstalter der darunter liegenden Meisterschaften wird es einfacher, Meldungen auch in dieser Struktur zu bekommen, es erübrigt das mühsame und fehleranfällige Eintippen der Starter z.B. in eine EXCEL-Tabelle (und erzieht die untergeordnete Ebene zu einer umsichtigen Arbeit mit Startrechten für bestimmte Vereine und Disziplinen).

Für die Kursteilnehmer bedeutet das nun, die mitgegebene Software in kühnen eigenen Experimenten auszutesten und schließlich zum Wohl der Sportschützen im kommenden Sportjahr 2014 einzusetzen.

Das wünscht sich der Kampfrichterreferent!

Dr. Bernhard Hüber

Kampfrichterausbildung in Leipzig
Im November 2010 findet eine Aus- und Fortbildung von Kampfrichtern auf dem Schützenhof Leipzig, Hans-Driesch-Straße 2b, 04179 Leipzig (Geschäftsstelle des Sächsischen Schützenbundes e.V.) statt.
Termin:
05. bis 7.11.2010 Grundausbildung zum Nationalen Kampfrichter (B-Lizenz)
06.- bis 7.11.2010 Weiterbildung zur Verlängerung der Lizenzen
Im Rahmen der Kampfrichterausbildung wird am 6.11.2010 eine spezielle Kampfrichter-Weiterbildung für elektronische Scheiben durchgeführt.
Wir möchten die Aufmerksamkeit besonders auf diesen Teil richten. Die Ausbildung im
Umgang mit elektronischen Scheiben gewinnt mit der zunehmenden Verbreitung elektronischer Targets an Bedeutung. Es ist uns in diesem Jahr wieder gelungen, die Fa. Meyton zu einer Einführung in das Schießen auf elektronische Scheiben zu gewinnen.
Das gesamte Ausbildungsprogramm und den zeitlichen Ablauf finden Sie hier -Ausbildungsprogramm Kampfrichter-Aus-und-Weiterbildung-.
Interessenten für den Grundlehrgang und die Weiterbildung melden sich bitte umgehend bei der Geschäftsstelle des SSB. Übernachtungen können bei rechtzeitiger Meldung in der Pension auf dem Schützenhof gebucht werden.