Voll im Zeichen des Wassermanns – Kondilager 2009 in Kretzschau


Silke Penquitt betreute die „Krabbelgruppe“ bei der Station Gymnastik.
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Reaktions- und Konzentrationstest standen neben der körperlichen Betätigung ebenfalls auf dem Programm.
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Auch ein Kraftraum stand den Schützen zur Verfügung.
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Konditionierungs- Lehrgang vom 11. bis 16. Oktober 2009 in Kretzschau Es sind Herbstferien und damit steht für den sächsischen Schützennachwuchs der Kondilehrgang an. Diesmal verschlug es uns in das „Land der Frühaufsteher“ also nach Sachsen-Anhalt. Die Jugendherberge befand sich unmittelbar am Kretzschauer See. So nach und nach fuhren aus dem Land Sachsen die Sportler mit ihren Trainern in die Jugendherberge ein. Unsere Übernachtungsplätze waren mit leichtem Flair der geschichtlichen Zeit vor 1990 überzogen. Trainer wie Sportler waren in den Wohnhäusern untergebracht. Betten als Zwillingsausführung aber übereinander, Wasch.- und Duschplatz war mal mit im Zimmer mal übern Flur. Alles im allen wir sind Sportler und es passte schon. Nach dem Bezug unsere Unterkünfte fanden wir uns, um die Gegend zu Erkunden. Zuerst die Jugendherberge mit ihren Angeboten und dann einmal zu Fuß um den See. So spielte sich langsam alles wie gewohnt ein. Nach dem Abendbrot wurden in den von uns bezogenen Wohnhäusern der Ablaufplan und Informationen für die kommenden Tage angeheftet. Der letzte Tagespunkt war die Organisation zur Nachtruhe. In manch einem Zimmer waren die Betten noch nicht einmal bezogen. Leicht erschrockene Gesichter mit zarter Stimme sagten „Das macht Mutti Zuhause“. Also übernahm der Trainer kurz entschlossen den Bettenbau. Nun sollte man meinen das kann doch nicht sein, aber in diesem Lehrgang hatten wir wirklich mal die „Kleinsten“ mit. Diese Nesthäkchen wurden damit liebevoll von uns als „Krabbelgruppe“ aufgenommen. Pünktlich Wecken und Frühstück das passt schon zu einem Trainingslager. Was nicht so berauschend am Morgen sich darstellte war das Wetter. Fein und regelmäßig kam Wasser von oben. Meteorologischer Fachbegriff dafür ist Regen. Auf dem Tagesplan stand sportliche Betätigung in Richtung „Deutsches Sportabzeichen“. Erwärmung bei solchen äußerlichen Einflüssen ist doppelt wichtig. Einer der ältesten, jungen Sportler übernahm dies. Christoph Ritter verstand es Top, den gesamten Schützennachwuchs mit den verschiedensten Übungen geschmeidig für die kommenden sportlichen Aufgaben zu machen. Die Stationen wurden aufgebaut und die Gruppen absolvierten im Wechsel Sprung- Wurf- und Laufdisziplinen. So ging es bis zum Mittag. Sportlich weiter ging es auch in den Nachmittagsstunden. Ein Kraftraum, eine Kegelbahn, ein Freizeitraum für Gymnastik und das wohl bekannte Tischtennisspiel standen zur Verfügung. Wieder mit genannter Gruppendynamik und ohne Bewegungsarmut setzen die Schützen diesen Tag weiter fort. Zur spät gestellten Freizeit nutzen wir den jugendherberglichen Videobeamer für einen Kinoabend. Ein neuer Tag bedeutet sportliche Betätigung. Dies ist nicht neu im Kondilager, aber wieder Wetter mit Wasser von oben das ist ungewöhnlich. Alles wieder Fit für das Sportabzeichen - so lautete die Tagesparole. Auch wir Trainer reihten uns mit in die zu Prüfenden für das Abzeichen ein. Aus dem Ärmel zu schütteln sind die athletischen Leistungen wahrlich nicht. Das merkten wir Trainer sofort. Etwas gelassener waren die Nachmittagstunden. Im Erlebnisbad Bulabana in Naumburg verbrachten wir diese Stunden. Bevor natürlich Spaß und Entspannung im Bad anstanden, kam die Leistungsabforderung Gruppe Schwimmen Sportabzeichen an die Reihe. Qualitäten im Schwimmstil gab es hier von Perfekt bis fast talentiert. Ein jeder gab sich Mühe ein jeder kämpfte verbissen für seine Zeit. Auch die Trainer und Betreuer legten dieses Pflichtprogramm ab. Belohnung für diese körperlichen Strapazen, gab es danach für ein jeden in den Sprudel.- und Erholungsbecken. Wenn ich schreibend zu diesen Textzeilen kommen sollte, wurde ich ermahnt gewichtige Worte zu schreiben: „ Die Badehose war es“. Nur ein verschworener, enger Kreis versteht diese Worte und ihr anderen überlest einfach nur diese Passage. Sport und Bewegung fördert den Appetit. Das versteht sich und so mundete allen das frisch gegrillte zum Abendbrot. Vor allem hatte die Gruppe den besten Hunger, die als Nachzügler das Schwimmbad erst verlassen konnte. (hier waren leicht böse Mächte mit im Spiel). Sport, Sport und nochmals Sport. So waren die letzten Tage und so wurden die nächsten Tage. Ab und zu kam Licht und Sonne durch vermischt mit frischen und kalten Windbriesen. Aber überwiegend war es nur nass. Ein Trainer aus der Zunft der Wurfscheibenschützen, versuchte mit viel Geduld und einfachsten Werkzeugen den vorhandenen Fußballplatz trocken und bespielbar zu gestalten. Das klappte nicht so recht und die nebenstehende Wiese kam für den Fußball dafür unter die Sportschuhe. Volleyball ging da schon Problemloser. Die Trainerseite stellte natürlich an sich wieder mal die größten, sportlichen Herausforderungen. Mit klassischen Poloschläger und farbigen Kugeln ging es über die Wiese. Mit recht guter Figur wurden hier die Gewinner ausgespielt. Abstrafend war hier der letzte Platz in jugendlichen Worten auch Loser genannt. Zu den Mahlzeiten gab es auch ab und zu das „Fundbüro des Sächsischen Schützenbundes“. Von Schuhe bis hin zu anderen Kleidungsstücken wurde da alles angepriesen. Mit Beifall und spöttischen Lachen der Schützen wurde dies Reuevoll wieder in Empfang genommen was bei Sport und Spiel so liegen blieb. Programmpunkte mit Bewegung gab es kontinuierlich und abwechslungsreich. Bei den Staffelspielen war Schnelligkeit, Teamgeist und Zusammenspiel in der Gruppe einfach notwendig. Weiterhin hielt kontinuierliche Bewegung den Körper einfach warm. Neben körperlicher Betätigung gab es auch kulturelle Erlebnisse. Nach einer kurzen Fahrt in die Stadt Zeitz besuchten wir eine besondere Sehenswürdigkeit. Es ging sprichwörtlich unter die Erde. Über tausend Jahre hat die Stadt schon auf ihren Geburtstagskalender. Also gibt es dazu auch etwas Geschichte. Die frühen Zeitzer Bürger legten unter ihren Häuser Tonnengewölben an. Nach und nach wurden Gänge angelegt und so entstand dann über die paar Jahre eine einzigartige Unterwelt. Der Mensch in geschichtlicher Hinsicht hat nie etwas ohne wichtigen Grund gemacht, im Gegensatz zu mach einen jetzigen Zeitgenossen mit seinen irreparablen Ideen. Wie auch immer, diese Prozedur der Grabungen hatte nur eins zum Zweck. Sicherstellung der Ernährung- klingt eigenartig aber es ist so. Die Kartoffel gab es noch nicht, aber halt das Bier. Gebraut in ausreichender Menge wurde es zum Reifen und Ablagern in Fässern unter der Erde aufbewahrt. Verschiedenste Varianten des Bieres für die Zubereitung als Speise wurden von unseren Vorfahren verarbeitet. Der Einstieg zu den Gängen lag nach bergmännischer Einkleidung ein paar Straßenzüge weiter. Haustür auf, ab in den Keller und los ging es. Der Grottenführer erzählte die geschichtlichen Hintergründe, die Schwierigkeiten des Vereins der sich mit der Erforschung, Freilegung und Pflege des unterirdischen Zeitz verschrieben hat. Mal auf und ab ging es unter der Erde, vorbei bei manch einem privaten Eingang eines Hauses bis hin unter einer Bank mit Loch zum Tresorraum. Schubweise betraten wir das öffentliche Licht des Tages, natürlich vermischt mit regnerischem Ablass von oben. So verabschiedete sich die Stadt Zeitz von uns. Statt einer Abschlussparty mit Disko entschieden unserer Schützen sich für einen weitern Kinoabend in der Jugendherberge. Traditionen sind wichtig und vor allem sollte man mit ihnen nicht brechen. Immer am Ende des Kondilehrgangs steht das „Nonsenssportfest“ an. Eigentlich im freien an frischer Luft. Ging diesmal nicht – warum? Ich hab es schon oft geschrieben – einfach nur Regen. Kurzerhand besetzen wir den Speiseraum. Fünf Aufgaben mussten von den fünf Gruppen gemeistert werden. So gab es eine Kreativwerkstatt wo mit Papier, Klebeband und anderen kleinen Utensilien etwas passend zu den Erlebnissen zu den vergangenen Tagen gebastelt werden sollten. Hülsenzielwurf in einen Blecheimer der größenmäßig nicht als Standart galt. Jeder Sportler bekam eine bestimmte Anzahl an Schrothülsen und musste diese in den Eimer versenken. Schwierig war das Abschätzen des Wurfes, denn die Hülse blieb nicht immer in dem Eimer sondern sprang mal wieder raus und dies zählte nicht. Adlerschießen war auch eine Station des Sportfestes. Mit Miniaturarmbrust ging es den Adler an die Federn. Eine fachkompetente Jury überwachte das Schießen. War der Adler schneller gerupft und zu Boden gegangen und die Wettkampfzeit noch nicht abgelaufen, so konnte die Gruppe den Holzadler wieder fachgerecht zusammensetzen und weitere Punkte sammeln. Den Wissenstest gab es natürlich auch wieder. Wer die ausgelegte Schützenzeitung las und mit offenen Augen durch die Tage ging war vorteilhaft gewappnet für diese Runde. Handruhe und geschickte Fingerarbeit beim Hülsenschnappen. Kleinkaliberhülsen ausgegossen mit Gips mussten mit zwei Stäbchen von der Tischplatte in eine leere Diabolobüchse gehoben werden. All diese Aufgaben in je 10 Minuten mit Wechsel zu den Stationen waren zu erfüllen. Die Kreativaufgaben gingen noch durch die Jury und nach Auszählung der Punkte gab es die Rangfolge. Eine jede Gruppe war mit Preisen bedacht. Den größten Jubel gab es bei unserer Krabbelgruppe die hier über sich hinausgewachsen war und nicht Fünfter wurde. So endete das Trainingslager 2009 in Kretzschau. Lobenswert war, dass trotz des Wetters mit übermäßigem Wasserzuschlag aus höheren Ebenen ein jeder mitmachte. Manch ein Schütze der neu in dieser Runde war bemerkte so viel Sport hat er noch nie gemacht wie in dieser Woche. Hoffen wir, dass da ein positiver Einfluss hängen bleibt. Das zeigt auch das positive Ergebnis beim durchgeführten Ablegen um das Deutsche Sportabzeichen. Es bestanden nicht alle aber es war das beste Resultat das zu verzeichnen war. Großen Dank an alle Trainer die ihre freien Tage genommen haben, um diese Woche mitzugestalten. Auch Dank an den Landessportleiter, an die Landestrainerin und mal nicht zu vergessen auch Dank an die Geschäftstelle des Sächsischen Schützenbundes.
Thomas Schlicht Landesjugendleiter


Der Einstieg zu den Gängen lag nach bergmännischer Einkleidung ein paar Straßenzüge weiter.
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Die Trainerzunft des 2009er Kondilagers.
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Mit klassischen Poloschläger und farbigen Kugeln ging es über die Wiese.
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