Der Jugendpokal des Sächsischen Schützenbundes am 04. März 2006 in Leipzig
Wettkampfprotokoll des Jugendpokals vom 04. März 2006 in Leipzig
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Keine Frühlingsgefühle beim Jugendpokal 2006
Der diesjährige Jugendpokalwettkampf, als erste Bestandsaufnahme des Leistungsniveaus unserer Nachwuchssportler im Landesmaßstab, fand am Samstag, den 4. März am Leipziger Schützenhof statt. Der nun schon traditionelle Wettkampf brach gleich zu Beginn eine Tradition- es lag in diesem Jahr noch Schnee in Leipzig und das nicht zu wenig. Erstes Bangen am Wettkampftag- werden alle gemeldeten Teilnehmer den Weg nach Leipzig trotz der Wetterkapriolen finden? Aber echte Sportschützen kämpfen sich eben auch durch Schnee und so waren sie angereist von Löbau wie immer und neu von Großschönau, von Deutschenbora wie immer und von Hoyerswerda mehr als sonst! Damit waren erst einmal die Pokalgewinner des letzten Jahres vertreten. Lediglich die angemeldeten Kamenzer und Waldheimer Teilnehmer verfehlten Leipzig irgendwie- schade! Bei den Sportlern der Laufenden Scheibe, die ihren Leistungsstand in Neiden überprüfen wollten, gab es diese Probleme nicht, denn nur ein Schüler reiste von Connewitz an, der Rest war ja schon vor Ort. So traten Sportler aus 22 Vereinen insgesamt 114 Mal an die Feuerlinie und damit waren es ca. 20 Starts weniger als im Vorjahr. Der Abbruch der Teilnehmerzahl war aber nicht nur dem Wetter gezollt. In der Laufenden Scheibe orientieren sich beispielsweise die älteren Neidener Sportler nach dem Streichen der Disziplin aus dem olympischen Programm in Richtung Wurfscheibe um. So waren hier allein 10 Teilnehmer weniger zu verzeichnen. Trotz winterlicher Bedingungen vor dem Schießstand, ließen die Sportler mit teilweise sehr guten Leistungen durchaus Frühlingsgefühle zu Beginn des neuen Wettkampfjahres aufkommen. Besonders erfreulich ist dabei das Abschneiden von Vereinen bzw. Sportlern, die das erste Mal beim Jugendpokal präsent waren. Für die beste Leistung sorgte in diesem Jahr die Jugendschützin aus Deutschenbora Janett Reuter, die in der Disziplin Luftgewehr Dreistellung neuen Landesrekord mit 583 Ringen schoss. Auch mit dem Luftgewehr 40 Schuss war Janett mit 382 Ringen erfolgreich. Auf ebenfalls gute 382 Ringe kam der Schildauer Sportler Christoph Ritter. Erfreulich auch die Tatsache, dass im Schülerbereich der Oschatzer Justus Wendler mit 176 Ringen siegen konnte, verfolgt von 2 Sportlern aus Hoyerswerda, wobei der Zweitplatzierte Alexander Zaretzke mit 173 Ringen ebenfalls für ein annehmbares Resultat sorgte. Nicht nur im Gewehrbereich konnten neue Sportler mit ihren Leistungen auf sich aufmerksam machen. Auch mit der Luftpistole konnte ein Oschatzer Schüler die folgenden Dresdner Sportler distanzieren. Mit sehr guten 177 Ringen siegte Andreas Dorn. Die kleinen „Frühjahrspflänzchen“ im Schülerbereich gilt es nun weiter zu gießen, so dass zur Landesmeisterschaft Anfang Juli möglichst viele Qualifikationen zur Deutschen Meisterschaft erzielt werden. Auf alle Fälle können sich die Sportler erst einmal im Wettstreit mit den besten Sportlern aus Thüringen und Brandenburg bei der Jugendverbandsrunde messen. Die Berufungsurkunden für diesen Wettstreit haben sie bereits erhalten. Im Jugendbereich Luftpistole waren zwar die zahlenmäßig meisten Sportler vertreten, jedoch konnten die Ergebnisse noch nicht überzeugen. Bemerkenswert nur der 1. Platz von Toni Giebel von der SG Großschönau mit 353 Ringen. Der Verein war das erste Mal beim Jugendpokal und die alteingesessenen Vereine wie Löbau, Dresden oder Zwickau hatte hier das Nachsehen! Auch hier mischten die Oschatzer Sportler im Reigen der 330ger bis 340ger Ringzahlen mit. Wie der Zufall so mitspielt, erst schießen die weiblichen und männlichen Jugendlichen mit dem Luftgewehr die gleiche Ringzahl und dann auch noch die Pistolenschützen. Maria Piescioch von den Knauthainer Löwen schoss wie Toni Giebel 353 Ringe. Bei den männlichen Junioren konnte Daniel Clauß vom 1. Zwickauer SV sehr gute 375 Ringe erzielen und blieb damit nur mit 4 Ringen unter dem Landesrekord seines Bruders Markus Clauß. Es ist für Daniel sicher ein schönes Ziel, den Rekord seines Bruders aus den Jahren 2001 und 2002 endlich zu knacken! Den Vereinspokal Luftpistole holte erwartungsgemäß wieder die PSG zu Löbau doch recht souverän mit 44 olympischen Punkten vor der PSSG zu Dresden (32 Punkte) und dem 1. Zwickauer SV, der auf 17 Punkte kam. Diese Reihenfolge gab es bereits im vergangenen Jahr, allerdings hatten da die 3 Mannschaften jeweils mehr Punkte, aber in diesem Jahr schnappten beispielsweise die Oschatzer und Großschönauer wichtige Siegerpunkte weg. Da hatte der Löbauer Sportleiter Bernd Hofmann Glück oder war er sich so siegessicher, denn die Löbauer hatten den Pokal gleich in Löbau gelassen. Den Sieg in der Vereinswertung um den Jugendpokal mit dem Luftgewehr konnte erwartungsgemäß die SGi Deutschenbora mit 80 Punkten keine Mannschaft streitig machen. Im Gegenteil, der Verein legte im Vergleich zum vergangenen Jahr noch 13 Punkte drauf und siegte Souverän vor den sehr guten Oschatzern, die es auf 17 Punkte brachten und konnten so knapp mit 2 Punkten am Vorjahreszweiten, dem PSV Leipzig vorbeigehen. In Neiden fand sich das kleine Völkchen der Sportler Laufende Scheibe am Schiessstand ein, um die derzeitige Form zu testen. Gut in Form zeigte sich Max Alvermann bei der Jugend, der 361 Ringe schoss. Mit nur einem Ring blieb der Schüler Marco Kroß unter seinem eigenen Landesrekord und schoss 356 Ringe. Der Pokal ging wieder an den SSC Neiden, da auch nur ein Schüler aus Connewitz als Konkurrent angetreten war. Ansonsten war der Jugendpokal auch in diesem Jahr ein guter und fairer Wettkampf zum Beginn des Jahres, bei dem nicht nur Pokale und Preise für die Sieger und Platzierten vergeben wurden, sondern sich die jeweils 3 besten Sportler auch über kleine Preise freuen konnten. Keine Rekordbeteiligung gab es allerdings beim Shooty- Cup 2006 des Sächsischen Schützenbundes. Mit einer Mannschaft LP gehen die Löbauer in die Wertung ein und als Konkurrenten kommt noch die Mannschaft aus Dresden dazu, die die 1. Wertung für sich entscheiden konnte. In der Wertung Luftgewehr haben sich ebenfalls nur 2 Mannschaften gemeldet. Deutschenbora konnte dabei die Hoyerswerdaer auf den 2. Platz verweisen. Die PSSG zu Oschatz hatte zwar 3 Schüler am Start, jedoch lag keine Anmeldung für den Shooty- Cup vor. Der nächste Wettkampfhöhepunkt für die Jugend und Junioren wird die Landesmeisterschaft in Markkleeberg sein, wo wir den Sportlern keine Frühlingsmüdigkeit wünschen. Aber bei den winterlichen Bedingungen wäre es wohl etwas verfrüht.
Dr. Petra Tränkner, Landestrainerin
Standbelegung für den Jugendpokal am 04. März 2006 in Leipzig
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