Jugendpokal des Sächsischen Schützenbundes 2004
Jugendpokal des Sächsischen Schützenbundes vom 06.-07. März 2004
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Erster Test der Nachwuchssportler beim Jugendpokal des SSB mit Druckluftwaffen
Am 06. und 07. März, also noch vor der Landesmeisterschaft Druckluftwaffen, fand am Leipziger Schützenhof der Jugendpokalwettkampf mit Druckluftwaffen des Sächsischen Schützenbundes statt. Gute Gelegenheit für die Nachwuchssportler den derzeitigen Leistungsstand zu testen, denn bis zur Landesmeisterschaft Mitte März war es ja nicht mehr weit. Außerdem dient der Jugendpokal auch dazu, die Starterfelder für die begehrte RWS- Jugendverbandsrunde zu formieren. So waren genug Gründe für die Teilnahme am Jugendpokal gegeben, zumal dieser Wettkampf auch wichtig für die Kaderbestätigung und - berufung war. Beim Luftgewehrschießen waren insgesamt 52 Starts von 7 Vereinen zu verzeichnen- also so ein Teilnehmerfeld wie im vergangenen Jahr, nur 4 Vereine weniger. Beim Luftpistolenschießen wurden die Teilnehmerfelder ebenfalls gehalten mit 61 Starts und 10 Vereinen. Neben gestandenen Vereinen waren erstmals auch Sportler des Vereins SV Burgstädt am Start. Leider fehlten aber viele Vereine, die noch im vergangenen Jahr mit Nachwuchssportlern vertreten waren. Die geringsten Teilnehmerfelder hatten wir im Schülerbereich Luftgewehr und auch Luftpistole zu verzeichnen. Diese Tendenz hatten die Trainer der Stützpunkte bereits am Ende des vergangenen Jahres vorausgesehen, denn viele Nachwuchssportler sind in den Jugendbereich gerückt. Hoffen wir, dass sich bis zu den Landesmeisterschaften der Schüler im Juli noch genug Talente finden lassen, die unserer positive Entwicklung gerade im Nachwuchsbereich der letzten Jahren fortsetzen. Zunächst klafft hier sowohl quantitativ als auch qualitativ ein Loch. Andreas Sprebitz von der rührigen PSG Schildau gewann bei den Schülern mit dem Luftgewehr mit 165 Ringen und in der weiblichen Konkurrenz siegte Janett Reuter von der SGi Deutschenbora mit 161 Ringen. Andreas konnte vor Janett auch den Wettbewerb Luftgewehr Dreistellung mit 272 zu 262 Ringen für sich entscheiden. Im Jugendbereich Luftgewehr sah es leistungsmäßig sehr gut aus. Hier haben die ehemaligen Schüler nahtlos den Übergang in die Jugendklasse geschafft. Hervorzuheben die Siegleistung der PSV- Sportlerin Melanie Leß, die mit ausgeglichenen Serien auf insgesamt 380 Ringe kam. Allerdings fehlte ihr die Konkurrenz mit Nadine Rößger vom Waldheimer SV die, wie der gesamte Waldheimer Verein, nicht am Start war. Die beiden Geschwister aus der Burgstädter Schießsportfamilie Falkenberg konnten dort noch nicht mithalten, aber das wird sicher noch werden. Bei den Jugendlichen war Christoph Ritter von der PSG Schildau in beiden Luftgewehrdisziplinen erfolgreich. Er gewann mit 381 Ringen die Luftgewehrkonkurrenz und distanzierte „Dauergegner“ Sven Grunwald mit 9 Ringen. Im Dreistellungskampf konnte Christoph mit sehr guten 584 Ringen den von Hendrik Pusch gehaltenen langjährigen Landesrekord endlich um 2 Ringe verbessern. Den 2. Platz belegte hier Melanie Leß, die auf 579 Ringe kam. Bei den B- Junioren entschied Johannes Reschke von der SGi Deutschenbora mit 379 Ringen den Wettkampf für sich, knapp gefolgt vom Leipziger Felix Koneczny, der 378 Ringe schoss. Den Sieg in der Vereinswertung um den Jugendpokal konnte erwartungsgemäß der SGi Deutschenbora mit 51 Punkten keine Mannschaft streitig machen. Der Sieger der vergangenen Jahre PSV Leipzig landete dieses Mal nur auf Platz 3 mit 23 Punkten und musste dem erstarkten Schildauer Team mit 28 Punkten noch den Vortritt lassen. Beim Luftpistolenschießen waren im Schülerbereich insgesamt nur 7 Schüler am Start. Dabei kamen gleich 3 Sportler auf 146 Ringe. Der Zwickauer Florian Lamer siegte ebenso wie Carola Seibt von der SG Kamenz vor der Dresdnerin Marie Steffen. Bei den Schülerinnen musste nach Seriengleichheit dann sogar die Anzahl der geschossenen Zehnen über den Sieg entscheiden. Bei den Jugendschützen dominierte der Löbauer Martin Schubert, der auf sehr gute 375 Ringe kam. Dabei hatte er mit einer 88 begonnen, der er aber in der 3. Serie eine 98 folgen ließ. Der Zwickauer Daniel Clauß mit 363 Ringen und der Weidenhainer Christopher Priese mit 360 Ringen folgten im größeren Abstand. Die weiblichen Jugendlichen zeigten sich noch nicht von ihrer besten Seite. Wilma Dreier gewann mit 349 Ringen vor Maria Piescioch ( SV Knauthainer Löwen) und Teamkameradin Franziska Pittschmann mit 322 Ringen. Bis zur Landesmeisterschaft könnten die Drei gern noch ein paar Ringe zulegen. Bei den B- Junioren fehlten die beiden Löbauer Bundeskader Christian Reitz und Philipp Wagenitz, denn sie befanden sich zur DSB- Maßnahmen. So konnte Teamgefährte Ruben Paschke doch ungefährdet den Sieg mit 366 Ringen holen. Marcel Eckert von der SG Markkleeberg 2000 wurde mit 355 Ringen Zweiter vor dem Dresdener Lukas Heidecke, der 351 Ringe schoss. Bei den weiblichen B- Juniorinnen siegte Kristin Hilpert konkurrenzlos mit 321 Ringen. Beim auf 40 Schuss verkürzten Wettbewerb mit der mehrschüssige Luftpistole gewann im Schülerbereich der Zwickauer Florian Lamer, der auf 22 Treffer kam. Bei den Jugendlichen konnte man einen harten Kampf erwarten, der dann auch nicht ausblieb. Nur Daniel Clauß schoss dann aber volle 40 Treffer. Mit 37 Treffern folgte ihm Wilma Dreier und 36 Treffer hatte Tony Kroll, der in der dritten Serie gleich 3 Scheiben stehen ließ. Mit 35- und zweimal 34 Treffern folgte die weitere Konkurrenz äußerst knapp. Da ist zur Landesmeisterschaft sicher wieder ein harter Kampf zu erwarten. Den Vereinspokal holte erwartungsgemäß, jedoch nicht mehr so dominant wie in den vergangenen Jahren, die PSG zu Löbau mit 37 olympischen Punkten vor der PSSG zu Dresden ( 30 Punkte) und dem 1. Zwickauer SV, der auf 26 Punkte kam. Der Jugendpokal in der Disziplin Laufende Scheibe wurde in Neiden ausgetragen. Für die beste Leistung sorgten Benjamin Witteborn im Jugendbereich, der 338 Ringe schoss und Tina Böhm, beide vom SSC Neiden, die 336 Ringe erzielen konnten. Hervorzuheben vor allen Dingen die sehr gute Leistung des Bundeskaders Stefan Nitzsche, der auf 550 Ringe bei den B- Junioren kam. Diana Kammer schoss mit 345 Ringen ebenfalls ein akzeptables Ergebnis. Positiv ist bei den Schützen der Laufenden Scheibe zu verzeichnen, dass auch wieder 3 Schüler am Start waren und Marco Kroß setzte mit 305 Ringen ein Achtungszeichen. Der SSC Neiden konnte den Pokal wie erwartet verteidigen, denn in der Vereinswertung siegten die Neidener klar mit 39 zu 14 Punkten gegen die einziger Gegner aus Connewitz. Ansonsten war der Jugendpokal auch in diesem Jahr ein guter und fairer Wettkampf zum Beginn des Jahres, bei dem nicht nur Pokale vergeben wurden, sondern sich die jeweils 3 besten Sportler auch über Preise freuen konnten. Der Zeitplan wurde eingehalten und die Siegerehrungen fanden pünktlich statt. Kritisch ist aber zu bemerken, dass es immer wieder Vereine gibt, die es einfach nicht schaffen, an der Siegerehrung teilzunehmen. Es gibt auch positive Beispiele, wie die Sportler aus Burgstädt, die ein Freizeitprogramm mit Besuch des neuen Zentralstadions einplanten, um dann pünktlich an der Siegerehrung teilzunehmen. Andere Sportler wie der LSG Sportler Felix Koneczny nutzten das Handy, um sich über den aktuellen Stand zu informieren und dann mit dem Fahrrad zur Ehrung kamen. Das zeugt von Sportgeist und Fairness, dabei sind Knauthain und Markkleeberg doch nicht so weit von Leipzig entfernt- oder ?! So bleibt den Sportlern nur noch eine Urkunde, denn die Preise erhalten nur Sportler, die auch an der Siegerehrung teilnehmen.
Dr. Petra Tränkner, Landestrainerin
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