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Kampfrichter
Foto: Kampfrichter

Konditionierungslehrgang 2003 in Bad Lausick



Viel Schweiß musste an der Station „Kraft“ gelassen werden.


Silke Penquitt betreute die Station „Gymnastik“.

„Schweißperlen, Muskelkater und doch sehr viel Spaß!“

Sonntag 19.10.2003
Die Anreise gestaltete sich für einige Reisegruppen auf Grund einiger Umleitungen als erste Hürde, die jedoch relativ problemlos gemeistert wurde. Als sich schließlich alle vor unserem Quartier eingefunden hatten, begann auch schon der Sturm auf die Schlüssel und die Zimmer wurden inspiziert. Bevor es 18.15 Uhr zum Abendessen gehen konnte, mussten erst einmal alle Betten bezogen werden (und auch noch die strengen Kontrollen bestehen). Die Zeit zum Essenfassen war jedoch beschränkt, da wir uns die Unterkunft mit einer Akkordeongruppe aus dem Raum Leipzig teilten und die ja auch nicht verhungern wollten. Anschließend fanden sich noch einmal alle im geräumigen Speiseraum zusammen, um die Einweisungen über sich ergehen zu lassen und den Anordnungen natürlich auch bedingungslos Folge zu leisten. Die Weck-, Frühstücks-, Mittagessens-, Abendbrot- und Nachtruhzeiten wurden unter kleinlauten Protestrufen bekannt gegeben, sowie die Gruppeneinteilung verkündet. Von Begeisterungsstürmen konnte man auch nicht reden, als die einzelnen Stationen erklärt wurden. Doch auch diese Prozedur hatte man überstanden und konnte dann den Rest des Abends individuell gestalten, bis die Ordnungshüter zur Tat schritten. Das Einhalten der Nachtruhe wurde kontrolliert, wobei auch Lob und Tadel verteilt wurden. Die letzten Nachzöglinge waren schließlich auch irgendwann in ihren Nestern verstaut und so hatten Trainer und Betreuer noch etwas Zeit, den Abend zu genießen...

Montag 20.10.2003
...der nächste Morgen kam viel zu schnell, aber nach den lautstarken Weckrufen krochen auch die letzten Schützen aus ihren Kojen und gaben sich der morgendlichen Körperpflege hin. Durch vorteilhafte Bestückung der Zimmer mit je zwei Waschbecken sowie Spiegeln, konnte größerer Stau in den Bädern vermieden werden. Die Frühstückszeit (auf 8.15 Uhr festgelegt) wurde dann auch von allen eingehalten. Danach zum ersten Mal aufgenommen: DER STATIONSBETRIEB - um die physische und psychische Verfassung der einzelnen Sportler durch Zahlen und Zeichen zu definieren. Für jeden Aufgabenbereich war eine Stunde vorgesehen, so dass am Vormittag drei Stationen bewältigt werden konnten. Als beliebt stellten sich vor allem die Stationen Reaktion / Differenzierung (Arbeit mit Fallstab und Zahlentafel), Konzentration (D-2-Test + Zahlensuchspiel), die Geschicklichkeitsspiele und das Gleichgewichtstraining heraus. Nicht auch zuletzt deswegen, weil diese auf jeden Fall trocken und ohne große körperliche Anstrengung zu meistern waren. Die Kraftreserven für den anschließenden Besuch im Erlebnisbad „Riff“ wurden dann wieder beim Mittag aufgefüllt. Mit kleinen Spielchen hielt der mitarbeitende Praktikant Christian dann die Drückeberger bei Laune, während der Rest der Meute das Bad enterte. Trotz einiger unfreiwilliger Tauchgänge fanden alle gesund und munter auch den Rückweg zur Jugendherberge. Das Abendbrot wurde heißhungrig erwartet, der angekündigte Lehrfilm danach allerdings weniger. Dieser erwies sich aber als interessant und lustig, sodass es keine Dessertanten gab. Der Rest des Abends war wieder zur individuellen Gestaltung freigegeben...





Rauchende Köpfe an der Station „Konzentration“.


Geschicklichkeit und ein gutes Gedächtnis waren Vorraussetzung der Station „Reaktion/ Differenzierung“.

Dienstag 21.10.2003
... eigentlich hatte ja niemand so recht Lust zum Aufstehen, schon gar nicht bei einer Tagesplanung, die das gesamte athletische Programm umfasste. Das hieß, dass jede Truppe neben den „beliebten“ Stationen auf jeden Fall auch die anstrengenderen Übungen durchlaufen musste. Neben der Gymnastik liefen auch beim Krafttraining und dem Ausdauerlauf die Schweißperlen. Einige Stationsleiter erlegten auserwählten Schützlingen auch noch Sonderübungen auf! - wie immer hielten aber alle durch. Dieser anstrengende Tag war geschafft und alle erwarteten das geplante Lagerfeuer, inklusive Knüppelkuchen, sehnsüchtig. Schnell machte allerdings die Meldung ihre Runde durch die Zimmer, dass das Lagerfeuer sprichwörtlich ins Wasser fallen würde. Erste größere Ratlosigkeit, wie man nun den Abend verbringen könnte, löste sich bald wieder auf. In losen Gruppenverbänden konnten alle ihre Kräfte beim Tischtennis oder im Kartenspiel messen. In den Bewegungsabläufen um einige Jahre gealtert schleppten dann schließlich alle ihre müden Glieder ins Bett und holten sich den wohlverdienten Schlaf...


Mittwoch 22.10.2003
...jetzt hatte der Muskelkater auch den letzten erwischt und erschwerte gewohnte morgendliche Abläufe erheblich. Kein Jammern nutzte, der Stationsbetrieb ging weiter, um erbrachte Leistungen noch zu verbessern. Als Lob an die Küche der Jugendherberge muss hier einmal gesagt werden, dass das Essen immer abwechslungsreich, ausreichend und vor allem extrem genießbar war. Mit neuer Kraft wurde dann das bestellte Pferdchen mit Hochspannung erwartet und jeder konnte auf dem Pferderücken einige Runden drehen. Erfahreneren Reitern bot sich dann sogar noch die Möglichkeit auf einen richtigen Bauernhof zu düsen und auf großen Pferden zu reiten. Sicherlich ein außergewöhnliches Erlebnis. Die daheim Gebliebenen vergnügten sich derweil beim Basketball, Kricket oder Boccia. Eine einzigartige Vorstellung erwartete uns dann am Abend. Das Akkordeonorchester hatte zu einem Konzert geladen und da deren Töne bei den Sportlern Anklang fanden, bekamen sie auch umfangreiche Applauseinlagen. Der hauseigene Zivi mit markanter Frisur half dann mit, aus dem zuvor gesammelten Holz, ein Lagerfeuer zu entfachen. Da ja eigentlich die Nachtruhe eingehalten werden sollte, dies durch das Konzert aber nicht mehr möglich war, durften sich zuerst die Jüngsten am Knüppelkuchen versuchen. Zwar gab es auch einige verkohlte Stückchen, am Ende hatte aber jeder eine Kostprobe abbekommen und die Reihen um das Feuer lichteten sich langsam. Gegen 23.00 Uhr wurden dann auch die letzten Nachzügler ins Bett geschickt, um sich für den letzten anstrengenden Tag zu erholen...

Donnerstag 23.10.2003
...mit gewohntem Elan ging es erneut an die Stationen. Heute musste man sich besondere Mühe geben, denn der Chef hatte sich angekündigt. Herr Kupfer ließ es sich dann auch wirklich nicht nehmen bei jedem Themenbereich vorbei zu schauen und die Sportler nach ihren Leistungen und Erlebnissen zu fragen. Die kreativen Gehirne der Betreuer hatten dann noch etwas ganz besonderes auf Lager: bei Staffelspielen musste jeder noch einmal Geschick, Schnelligkeit und Teamgeist verbinden, um für seine Mannschaft vielleicht einen Vorsprung herauszuholen. Mit dem Wissen, dass dies die letzte schwierige Aufgabe sein würde, gab auch jeder sein Bestes. Entspannung gab es nach dem Mittag wiederum im Riff, wo man sich relaxt im Wasser treiben lassen konnte. Nach dem Abendbrot stand ein Team ausgewählter Sportler dann unter Hochleistung. Es galt den Speiseraum in Rekordzeit umzubauen und eine Disco entstehen zu lassen. Sicherlich mit einheitlicher Zustimmung kann ich behaupten, dass das auch hervorragend gelungen ist. Nach anfänglichem Drücketismus konnten einige Sportler zum Tanzen überredet und die Tanzfläche gefüllt werden. Durch zahlreiche Polonaisen wurde die Stimmung noch zusätzlich angeheizt und als sich dann auch noch die Trainer beim Stuhltanz in Zeug legten, war der Abend vollends gelungen. Ein ausgewählter Rausschmeißer beendete dann das ganze Spektakel und alle krochen zufrieden in ihre Bettchen...

Freitag 24.10.2003
...nun hieß es Kofferpacken. Nach dem Frühstück wurden im Akkord Sachen zusammengelegt, Betten abgezogen und Zimmer sauber gemacht. Dann wurde das Wort den Stationsleitern übergeben und es wurden kritische, wie auch lobende Worte zu der Auswertung des Lehrganges gefunden. Zum letzten Mal fanden sich dann die Sportler in ihren Gruppen zusammen. Diesmal allerdings, um ihr Wissen über den Schießsport zu prüfen und zu erweitern. Zu jeder Disziplingruppe wurden drei Fachfragen gestellt und mussten gruppenintern beantwortet werden. Bevorteilt jene Gruppen, wo fast alle Disziplinen vertreten waren. Am Ende mussten die Platzierungen aber doch durch Stechen entschieden werden, da es mehrere Male Gleichstand gab. Durch diesen Test noch einmal in der Konzentration gefordert wurden nach dem Mittag alle Sportler nach Hause entlassen - mit Muskelkater, neuem Wissen, vielen neuen Freunden und mit der Gewissheit, dass wir nächstes Jahr wieder mit dabei sind.

Anja Schumann, SSC Neiden





Kultur am Abend präsentierte das Akkordeonorchester aus Leipzig.


Am Lagerfeuer gab es dann schließlich den leckeren Knüppelkuchen.


Durch Polonaisen wurde die Stimmung in der Disco zusätzlich angeheizt.




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