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Gewehrschießen
Foto: Gewehrschießen

RWS-Shooty-Cup 2003 - Endkampf am 28.08. in München



Spitzenschützen komplettierten das Finale des 2003er Shooty- Cup's


Die Frage lautete nicht "10 oder 9", sondern nur "was für eine 10"? Eine 10,5 war da schon ganz gut.


Interessiert und vor allem lautstark war das Finalpublikum.
Nadine Rösger, Christoph Ritter und Sven Grunwald (alle PSV) zusammen mit Finalschütze Bernhard Oswald

Nadine Rösger, Christoph Ritter und Sven Grunwald (alle PSV) zusammen mit Finalschütze Bernhard Oswald

Im Rahmen der Deutschen Meisterschaft im Sportschießen fand auch in diesem Jahr wieder der Endkampf des RWS-Shooty-Cups mit der Unterstützung von der Dynamit Nobel GmbH statt. Die teilnehmenden Schülermannschaften hatten sich für diesen Endkampf aus insgesamt 4 Wettkämpfen qualifiziert. Aus jedem Landesverband konnte nur eine Mannschaft antreten. Für den Sächsischen Schützenbund ging der PSV Leipzig, mit den Schützen Nadine Rösger, Christoph Ritter und Sven Grunwald an den Start.
Anfangs war die Anmeldung vor Ort etwas chaotisch, doch nach einer kurzen Belehrung der neuen Sicherheitsrichtlinien, wurden die Startnummern zügig vergeben. Dazu gab es passende T- Shirts und 100 Schuss Munition für jeden Teilnehmer Dann wurden von jeder Mannschaft hoch professionelle Fotos „geschossen“, die schließlich am Abend bei der Präsentation der Mannschaften zu sehen waren.
Um 17.30 Uhr war es endlich so weit, 18 von 20 Landesverbänden marschierten mit tosendem Applaus in die Luftdruckhalle der Olympiaschießanlage von München. Voran lief das Shooty Maskottchen und heizte die „heiße“ Stimmung noch weiter an. Alle 18 Mannschaften wurden namentlich vorgestellt und dann ging es laut Wettkampfprogramm schließlich los. Jeder Teilnehmer musste 20 Schuss in 40 Minuten abgeben. Als die ersten Schüsse fielen, verwandelte sich die Luftdruckhalle in ein Tollhaus. Fans der jeweiligen Mannschaften erzeugten eine gigantische Geräuschkulisse, da Rasseln, Tröten und Trommeln sehr stark und effizient eingesetzt wurden. An vorderster Front war auch die sächsische Fangemeinde vertreten. Vor allem wurde jede geschossene 10er mit Staunen und tosendem Beifall gewürdigt. Die Luftdruckhalle wurde immer voller und voller, so dass eine enorme Hitze erzeugt wurde. Dennoch blieben alle bis zum Schluss, da keiner einen Schuss verpassen wollte.
Unsere drei PSVer schlugen sich wacker. Nadine schoss 177 Ringe, Christoph kam zum Schluss auf 187 Ringe und Sven komplettierte das Mannschaftsergebnis mit 185 Ringen, Mannschaftsergebnis gesamt 549 Ringe für den PSV (und für Sachsen)- Einzug ins Finale geschafft ?
Aus den Ergebnissen des Vorkampfes wurden die besten acht Mannschaften für das Finale ermittelt. Damit für alle acht Mannschaften, denen dann ein Spitzenschütze zugelost wurde, auch eine Gewinnchance bis zum Schluss bestehen blieb, wurde das Vorkampfergebnis aller drei Schützen zusammen gezählt und anschließend durch zehn geteilt. Bei unseren Schützlingen des PSV Leipzig e.V. kam dadurch ein Ergebnis von 54,9 Ringen zu Stande. Nun wurde es sehr spannend, Finale oder nicht und zwischendurch ertönte vom Nachbarstand Sachsen-Anhalt: „Die Sachsen sind aber stark!“. Schließlich wurden die Finalteilnehmer bekannt gegeben und es wurde für einige Mannschaften sehr eng. Mit einer hervorragenden Leistung führte der bayrische Verein RWS Franken mit 57,2 Ringen. Zwischen dem Ersten und dem Achten waren nur 2,3 Ringe Unterschied. Mit einem hauchdünnem Vorsprung von 5 Ringen auf den Platz neun konnte sich der PSV den letzten Finalplatz ergattern. „Hurra“ ertönte es aus der Sachsen Fankurve und alle waren sehr froh über das Ergebnis.
Anschließend durfte jeder Finalist seinen Spitzenschützen auslosen. Für den Sächsischen Schützenbund trat Bernhard Oswald an die Feuerlinie. Bernhard Oswald ist ein 21 jähriger Bundesligaschütze, der zwei Europameistertitel und einen Weltmeistertitel mit der Mannschaft im Luftgewehr vorzuweisen hatte. Im Finale wurde es dann sehr ernst, da alle nah beieinander lagen. Die ersten sechs Schuss waren ein Wechselbad der Gefühle, mal eine gute zehn und dann mal eine durchschnittliche neun. Der erste Schuss 10,4; der Zweite nur eine 9,4; der dritte Schuss 10,0; dann nur eine 9,8. Der fünfte Finalschuss war schließlich mit 10,8 Ringen der beste Schuss des Bernhard Oswald und so sollte es weiter gehen. Schließlich ging es dann mit einer 9,9 weiter. Es war keine Verbesserung zu sehen, dennoch war alles drin. Dann kamen die letzten vier Schuss, die voller Spannung erwartet wurden. Schließlich brachten uns gute Zehner und eine sehr gute neun (10,5; 10,1; 9,9; 10,3) von Platz acht auf dem kaum erhofften sechsten Platz. Alle waren glücklich und zufrieden, nur Bernhard Oswald nicht. Er meinte im Interview: „Es waren zu viele Neuner und es hätte besser sein können.“ Dennoch lobte er sehr die gewaltige Stimmkulisse und verriet uns: “Druck war da, egal ob ich als Achter oder als Erster ins Finale gehe. Die Stimmung ist vergleichbar mit der Bundesliga.“ Zum Abschluss gab es dann Medaillen, Munitionspreise und für jeden ein Shooty Maskottchen. Na wenn das nichts war, ein Event zum mitmachen.

Christian Ores






Vor dem Start zeigten sich unsere drei PSVer noch recht beeindruckt von der Kulisse in der Halle.


Mit jedem Schuss im Vorkampf wurde der "Hexenkessel" weiter angeheizt. Bald wurde jede Zehn bejubelt, starke Nerven waren gefragt.


Sichtlich geschafft war Nadine nach ihrem Wettkampf, ob's für's Finale reicht ?




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